Klimahaus Dachsberg eröffnet

Veröffentlichungsdatum15.06.2026Lesedauer3 MinutenKategorienEferdinger Land
Eröffnung Klimahaus Bad Dachsberg

Mit der feierlichen Eröffnung des Klimahauses in Bad Dachsberg ist ein außergewöhnlicher Ort für junge Menschen, Bildung, Begegnung und Zukunftsgestaltung entstanden. Rund um die Quelle in Dachsberg wurde ein Haus geschaffen, das zum Nachdenken anregt, Perspektiven eröffnet und Menschen ermutigt, Verantwortung für ihre Zukunft zu übernehmen.

Das Klimahaus wird vom Gymnasium ORG Dachsberg getragen. Die Finanzierung stemmte der Orden gemeinsam mit zahlreichen Unternehmen, dem Land OÖ., Vereinen, Institutionen und Privatpersonen. Auch LEADER und die Region Eferdinger Land unterstützen das Projekt – sowohl bei Einrichtung und Ausstattung als auch beim laufenden Betrieb bis Ende 2028.

Bei der Eröffnungsfeier beschrieb Provinzial Pater Mag. Josef Költringer das Klimahaus als „Ort der Auseinandersetzung“. Menschen, die sich grundlegende Fragen stellen, seien hier besonders willkommen:

  • Wofür stehst du? Was ist dir wirklich wichtig?
  • Bist du ein Suchender? Was suchst du?
  • Bist du bereit, wirklich zuzuhören, mit Andersdenkenden zu reden und andere Meinungen auszuhalten?
  • Bist du mit dir im Frieden?
  • Wen siehst du, wenn du in das Gesicht eines Menschen schaust?

Für Pater Költringer ist klar: „Man darf nicht aufhören, nach dem Besseren zu suchen.“ Wer Zeit im Klimahaus verbringt, soll verändert nach Hause gehen. Die Welt möge dadurch „ein kleines Stück menschlicher werden“. Kindern und Jugendlichen wünschte er Mut für das Leben, Freude am Leben und die Bereitschaft, ihre Zukunft aktiv zu gestalten.

Auch Landtagspräsident Max Hiegelsberger würdigte die Entstehung des Projekts und bedankte sich bei Pater Ferdinand Karer für dessen visionären Einsatz: „Zuerst braucht es Geisteskraft, um dann mit Mannes- und Frauenkraft ein solches Projekt umzusetzen.“ Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Spannungen seien Orte wie das Klimahaus wichtig. Es sei ein Ort der Kraft, der Freude und der Zukunft.

Dir. Christoph Feurstein vom Gymnasium Dachsberg erinnerte an ein Zitat von Henry Ford: „Eine Vision ohne Ausführung ist nur eine Halluzination.“ Sein Dank galt insbesondere Pater Ferdinand Karer für dessen Vision, Geduld und Tatendrang bei der Umsetzung.

Doris Amersberger, die das Klimahaus künftig leiten wird, betonte die Bedeutung des Nachdenkens und Begreifens: „In der Schule lernt man Fakten. Für das Nachdenken und Begreifen bleibt oft zu wenig Zeit.“ Genau dafür wolle das Klimahaus Raum schaffen.

Aus Sicht des LEADER-Vereins Eferdinger Land ist das Klimahaus ein Projekt, das in besonderer Weise die Ziele der Lokalen Entwicklungsstrategie 2023 - 2027 widerspiegelt. Die Region hat sich vorgenommen, das gesellschaftliche Zusammenleben zu stärken, Orte der Begegnung zu schaffen, Qualifizierung zu fördern und als lernende Region aktiv zu sein. Der Fokus auf das Schützen, Nutzen und Mobilisieren von Ressourcen umfasst dabei nicht nur ökologische, sondern ebenso soziale, gesellschaftliche und politische Aspekte. Das Klimahaus macht diese Verbindung auf beeindruckende Weise sichtbar.

Besonders freut uns, dass junge Menschen im Mittelpunkt stehen. Die Förderung von Kindern und Jugendlichen ist seit vielen Jahren ein zentrales Anliegen der Regionalentwicklung im Eferdinger Land. Mit dem Klimahaus entsteht ein Ort, an dem junge Menschen Zukunftskompetenzen entwickeln, Fragen stellen, diskutieren und neue Perspektiven gewinnen können.

Wir freuen uns sehr, dieses besondere Vorhaben gemeinsam mit vielen engagierten Partnerinnen und Partnern unterstützen zu dürfen und wünschen dem Klimahaus viele inspirierende Begegnungen, mutige Fragen und eine erfolgreiche Zukunft.

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